Gänseblümchen – bellis perennis
Im Gänseblümchen begegnet uns die zarte und unschuldige Kraft des Frühlings und der Kindheit. Wie bereits der botanische Name verrät, ist die kleine Schönheit ausdauernd – perennis. Soviel es auch getreten, gekühlt und überdeckt wird, es kommt immer wieder hervor und streckt seine kleinen Blüten der Sonne entgegen.
Ursprünglich der Frühlings- und Lichtgöttin Freya geweiht, wurde das Gänseblümchen bald Symbol für die Unschuld der Gottesmutter Maria – eine Legende besagt auch, dass das Jesuskind beim Spielen ein Gänseblümchen geküsst habe und dessen Köpfchen innendrin dann bis heute rot angelaufen sei.
In vielen Frühlingskuren spielt diese Pflanze eine besondere Rolle – steht sie doch für das neue Licht des Frühlings, das Körper und Seele durchströmen möchte.
Das Gänseblümchen als stets gut nachwachsender Freund und Begleiter möchte uns wieder mit unserem inneren Kind in Verbindung bringen, uns die Leichte und Freude des Frühlings vermitteln und allem, was uns kränkt sein strahlendes, freundliches Köpfchen entgegenneigen.
Die kleine Wiesensonne erinnert uns daran, dass sich alles Große immer im Kleinen spiegelt. Gerade wenn man sehr auf Größe und Auftreten bedacht ist, kann das Gänseblümchen helfen, wieder das eigentlich Wichtige zu finden: Die innere Mitte, in der man geborgen und verletzlich sein darf.
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